Kajak: Rosenheimerin steigt bei ihrem ersten Start aufs Podest
Die Deutsche Jessy Decker vom Team Ibeko Solar KKR schaffte es bei der Junioren-
Europameisterschaft hinter der Britin Mallory Franklin und der Österreicherin Victoria Wolffhahrdt auf das Treppchen und holte somit Bronze für Deutschland.

Jessy Decker in Markkleeberg auf dem Weg zur Bronzemedaille.
Bei der Junioren-Europameisterschaft in Markkleeberg (Leipzig) sicherte sich Jessy Decker vom Team Ibeko Solar KKR die Bronzemedaille.
Nachdem sich Jessy Decker im April dieses Jahres in ihrer eigentlichen Disziplin K1 nicht für die Nationalmannschaft qualifizieren konnte, stieg sie in die jetzt erstmals ausgetragene Kategorie der Damen im Canadier-Einer (C1) zusätzlich mit ein.
Der Unterschied besteht darin, dass man im K1 sitzt und ein Paddel mit zwei Paddelflächen hat, während man im C1 kniet und nur ein Stechpaddel hat.
Jessy Decker setzte sich hier erstmals national bei starker Konkurrenz durch und qualifizierte sich für die Nationalmannschaft.
In den Vorläufen, bei denen man sich für das Semifinale qualifizieren musste, gelang Jessy Decker ein sehr guter Lauf und sie belegte hinter der Britin gleich den zweiten Platz, womit die Qualifikation fürs Semifinale klappte.
Bei den Mannschaftswettbewerben müssen mindestens fünf Nationen mit drei Booten starten, um eine Wertung für die EM zu erhalten. Dies konnte in dieser neuen Bootsklasse noch nicht realisiert werden, was sich aber sicher im Laufe der nächsten Jahre ändern wird.
So konnte die deutsche Mannschaft mit Hannah Grünbeck, Jessy Decker und Tammy Behrendt nur im Rahmenrennen gegen die eigene U-23 Mannschaft (Michaela Grimm, Lena Stöcklin, Sabrina Barm) und gegen Frankreich antreten. Hier gelang den Juniorinnen Platz zwei hinter Frankreich, aber noch vor den eigenen U-23- Fahrerinnen.
Die Halbfinal- und Finalläufe wurden auf einer neuen, wesentlich schwierigeren Strecke ausgetragen. Alle Athleten waren sich einig, dass es diese Strecke in sich hatte. So verwunderte es auch nicht, dass hier alle C1 Mädchen schwer zu kämpfen hatten und viele Kenterungen hinnehmen mussten. Jessy Decker riskierte einiges und stand in den letzten Toren kurz vor einer Kenterung. Doch sie kämpfte mit aller Kraft gegen die Kenterung an und schaffte so, noch Zweite zu werden. Dadurch zog sie ins Finale hinter der Britin Mallory und vor der Österreicherin Wolffhahrdt ein.
Im Finale lief dennoch nicht alles perfekt. Sie verpasste ein Abwärtstor und musste es erneut anpaddeln. Mit enormem Kraftaufwand kämpfte sie sich bis ins Ziel und ihr gelang noch Platz drei. Damit holte sie die Bronzemedaille für Deutschland hinter der Britin Mallory Franklin und der Österreicherin Victoria Wolffhahrdt.