WM-Bronzemedaille für Manuela Stöberl und Maria Hollerieth
Wildwasser Weltmeisterschaft in den spanischen Pyrinäen
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Maria Hollerieth mit dem Treibgut - Handicap (klick!)
Anfang letzter Woche ging es endlich los. Maria Hollerieth
und Manuela Stöberl reisten nach Sort um auf dem
Noguera Pallaresa für Deutschland an der WM im Kanu Wildwasserabfahrt teil zunehmen.
Die beiden Abfahrerinnen kamen mit der anspruchsvollen Wildwasser-
Strecke bei normalen Wasserstand gut zurecht, da bereits in den ver-
gangenen Wochen 2 Vorbereitungslehrgänge stattfanden.

Die WM-Strecke war insgesamt 21min. lang und war vor allem im
oberen Teil, der bei den Sportlern wegen starker Verblockung und hohen Wellen „Mad Mile“, genannt wurde, schwierig zu befahren. Der 2.Teil stellte auch seine
Anforderungen an die Wildwasser Sportler durch viele kleine spitze und hohe
Wellen. Am ersten Wettkampftag fanden bei 60 Q^3 die Rennen für KI Herren
Und Canadier Einer statt. Der deutsche Achim Overbeck wurde mit einem super Rennen
Vizeweltmeister im Kajak Einer, bei den Canadiern hat es für eine Medaille leider nicht gereicht.

Am Abend vor dem Damenrennen fing es stark zu regnen an und das Wasser
stieg über Nacht auf über 90Q^3 an. Der neue Wasserstand setzte den beiden Rosenheimerinnen und auch den restlichen deutschen Damen sehr zu.
Maria Hollerieth kenterte noch in der Trainingsfahrt am Vormittag vor dem Rennen, war aber glücklicher Weise schnell am Ufer mit ihrem Boot.
Alke Overbeck aus Braunschweig machte eine Eskimorolle und Manuela
Stöberl drehte sich.
Das Wasser stieg bis zum Nachmittag nochmals leicht an und inzwischen kam
Aauch Treibgut den Noguera Pallaresa runter.
Als erste Deutsche mit Startnummer 4 ging Manuela Stöberl an den Start. Leider vergab Sie im ersten sehr schwierigen Teil, der „Mad Mile“ jegliche Chance auf ein gutes Resultat, sie kreiselte ein und musste rollen. Nach 5 min. waren alle Medaillenhoffnungen mit 30 sec. Rückstand auf Platz 1 beerdigt.
Manuela errang den 10.Platz und war sehr enttäuscht. Maria hatte am Start einen
meterlangen Baum, der vor ihr trieb und sie wusste dass die schwierigste Passage vor
ihr lag. Die Unsicherheit konnte sie nicht mehr verdrängen und Sie kreiselte ein.
Es reichte für Maria noch zum 15.Platz. Alke Overbeck, die absolut keine Nervosität zeigte
fuhr ein überragendes und vor allem fehlerfreies Rennen und wurde Weltmeisterin.

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Leider hörte es auch die nächsten Tage nicht auf zu regnen und das Wasser stieg weiter an. Am Donnerstag und am Freitag wurden die Rennen abgesagt, weil die Strecke nicht mehr befahren werden durfte. Die Klassik Mannschaftsrennen für welches sich auch M. Stöberl und M. Hollerieth qualifiziert hatten fanden dann am Samstag Nachmittag auf einem leichteren Teil des Flusses statt.
Die drei deutschen Mädels fuhren eine tolles Rennen und erkämpften sich hinter
England und Frankreich die Bronzemedaille. „Für Maria Hollerieth war es der erste internationale Auftritt und sie kann mit einer bronzenen durchaus zufrieden sein, für Manu ist es im Klassik natürlich nicht optimal gelaufen , aber ich denke auch sie hat allen Grund zu feiern“, so Trainer Hollerieth. Die Kajak Herren gewannen mit einen guten Rennen Silber hinter Tschechien und wurden Vizeweltmeister. Die zweite Goldmedaille auf dieser WM holten die Canadier 2er mit den Booten aus Fulda,Düsseldorf und Siegburg.
Die Sprint-Mannschaft wurde ohne M.Stöberl gefahren, da Manuela im Klassikrennen
keine gute Leistung bot, laut Bundestrainer G.Schröter. Im Einzel-Sprint wurde Sie als
zweit beste Deutsche 11 und zeigt dass sie sich zurecht für den Sprint qualifiziert hatte.





