Vier deutsche Meistertitel



Die deutsche Wildwassermeisterschaft fand in Lofer auf der Saalach im Salzburgerland statt. Der Kajakklub Rosenheim startete mit berechtigten Titelchancen, nachdem seit dieser Saison drei Fahrerinnen in der Nationalmannschaft sind. Am Ende sprangen für die Innstädter vier deutsche Meistertitel heraus.


Isabel Prijon startete bei den weiblichen Schülern A und erreichte den 13. Platz.

Am ersten Wettkampftag fanden die Classic-Rennen auf dem unteren Teil der Saalach zwischen Au und Unken statt. Die 20 Minuten lange Strecke war vor allem wegen der 35 Grad im Schatten wirklich anspruchsvoll. Den Anfang machten die Schüler. Valetin Kammerl wurde bei den männlichen Schülern B 13. und Isabel Prijon erreichte ebenfalls den 13. Platz bei den weiblichen Schülern A.

In der Altersgruppe der 13- und 14-Jährigen kämpften Marinus Bauer und Mathias Stadler um gute Platzierungen. Sie belegten die Plätze 25 und 26. Die Jugendlichen Jakob Förg und Kilian Bauer wurden 19. und 25. Für alle waren es die ersten deutschen Meisterschaften.

Mittag waren dann die Mädchen an der Reihe. Sechs Rosenheimerinnen gingen an den Start, als Erste war Sabina Hollerieth dran, sie konnte bei den weiblichen Masters A den ersten Sieg des Tages einfahren. In der Leistungsklasse belegte Linda Bachhuber Platz 14. Lisa Frait, die dieses Jahr erstmals bei den Damen startet, fuhr sich gleich am Anfang der Strecke ein Loch ins Boot und wurde schlussendlich nur Zehnte. Maria Hollerieth und Cessi Peklo, beide im Nationalteam, erpaddelten sich die Plätze fünf und sechs. Den ersten Titel dieser DM holte Manuela Stöberl mit einem überragenden Sieg mit 16 Sekunden Vorsprung. Dirk Lux wurde bei den Masters C Vierter4.

Am nächsten Tag wurden dann die Mannschaftstitel ausgefahren. Die Schülermannschaft mit Kammerl, Bauer und Stadtler fuhr ein tolles Rennen und wurde Elfter. Die männliche Jugendmannschaft mit Bauer, Stadtler und Förg erkämpfte sich Platz fünf. Das absolute Highlight an diesem Tag waren die Damenmannschaften, Rosenheim 1 mit Hollerieth, Stöberl und Peklo verteidigte den Titel vom letzten Jahr und konnte mit dem Sieg den zweiten Titel holen. Bachhuber, S. Hollerieth und Frait fuhren ein super Rennen und konnten sich völlig überraschend den zweiten Platz sichern und sorgten somit für einen Doppelsieg für den KKR.

Nach dem Ende der Classic-Rennen konnte mal sich voll den Sprintwettkämpfen zuwenden. Valentin Kammerl machte wieder den Anfang und wurde 15. Bei den Mädchen belegten Isabel Prijon und Laura Herrlein die Plätze 17 und 16.

Mathias Stadtler und Marinus Bauer fahren in der Altersklasse der männlichen Schüler A. Sie erpaddelten sich die Plätze 24 und 27. Jakob Förg wurde bei der männlichen Jugend 17. und Kilian Bauer 25.

Die Schülermannschaft fuhr im Sprint in anderer Konstellation, Prijon, Bauer und Herrlein erkämpften sich Platz elf, obwohl mit Prijon und Herrlein zwei Mädchen in der Rosenheimer Mannschaft paddelten. Die Jugendmannschaft musste nach einem guten ersten Lauf disqualifiziert werden, weil der Zeitabstand zwischen den Läufern im Ziel mehr als 15 Sekunden betrug.

Am letzten Wettkampftag waren die Leistungsklassenfahrer dran. Die Sprintstrecke liegt am Anfang der Loferer Schlucht und ist durchaus anspruchsvoll. Wegen der Unwetterwarnung wurden die Startabstände verkürzt und die Rennen nach vorne verlegt. Die Rosenheimer Damen mussten also schon morgens ran. Manuela Stöberl konnte auch hier überzeugen und gewann den dritten Titel bei diesen Meisterschaften mit den Laufbestzeiten. Maria Hollerieth machte im ersten Lauf einen Fahrfehler und musste sich mit Platz sechs zufriedengeben, Lisa Frait wurde Achte und Linda Bachhuber Neunte. Bei den männlichen Junioren startete Tobias Kargl, der ja eigentlich im Slalom zu Hause ist. Zum Schluss reichte es für Platz neun. In der Herrenleistungsklasse wurde Tobias Gandl 20. und Leo Peklo, ebenfalls normalerweise in Slalom unterwegs, wurde 25.

Den vierten Titel holte sich dann einmal mehr die Damenmannschaft mit Stöberl, Hollerieth und Frait, was ein sehr schöner Abschluss für diese erfolgreiche Saison für den KKR war. Das Herrenteam mit Gandl, Kargl und Peklo erreichte den siebten Platz.

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