Laura Herrlein Beim Wildwasserrennsport, auch Abfahrtsrennen genannt, kommt es darauf an, eine bestimmte Strecke eines Wildwasserflusses in möglichst kurzer Zeit zu bewältigen.
Dabei muss der Paddler versuchen die günstigsten Durchfahrten zwischen Felsen, Walzen und Wellen zu finden. Ein gutes Reaktionsvermögen, ein hervorragendes Zusammenspiel zwischen Ausdauer, Kraft und Geschwindigkeit, sowie die Fähigkeit, das Wasser richtig zu „lesen“, um die Kraft des Wassers zu seinen Gunsten zu nutzen wird von den Athleten abverlangt.
Die Rennen werden auf Wildflüssen mit einem Schwierigkeitsgrad bis Wildwasser IV ausgetragen.

Im Wildwasserrennsport unterscheidet man zwischen den zwei Wettkampfarten Sprint und Mittelstrecke.
Die Streckenlänge bei Mittelstreckenrennen beträgt 3 bis 7km.
Da Abfahrtsrennen zu Beginn als Langstreckenrennen ausgetragen wurden, wird die längere Mittelstrecke als Classic bezeichnet.
Die Wettkampfzeiten bei Mittelstreckenrennen betragen zwischen 10 und 20 Minuten.

Um den Wildwasserrennsport attraktiver zu machen, wurde vor einigen Jahren der Wildwasser Sprint eingeführt. Dabei wird auf einer Strecke von maximal 1000m, in der Regel aber auf einer Strecke von 400- 600m gefahren.
Beim Wildwassersprint werden zwei Läufe gefahren, deren Zeiten addiert werden. Auf großen Wettkämpfen wird der Sieger dann in einem Finallauf ermittelt, bei dem die 10- 15 schnellsten Sportler starten.
Pro Lauf benötigen die Athleten zwischen 45 und 90 Sekunden.

Beim Sprint und bei Mittelstreckenrennen werden sowohl Einzel- als auch Mannschaftswettkämpfe ausgetragen. Eine Mannschaft besteht dabei aus drei Booten der gleichen Bootsklasse, die gleichzeitig die Wettkampfstrecke befahren. Die Fahrzeit wird vom Start des ersten bis zur Zielankunft des letzten Bootes gemessen. Für einen gültigen Lauf müssen alle drei gestarteten Boote innerhalb von zehn Sekunden die Ziellinie durchfahren.

Beim Wildwasserrennsport gibt es verschiedene Bootsklassen. Die Bootsklassen werden in Einer-Kajaks (K1), Einer- Canadier (C1) und Zweier-Canadiern (C2) unterteilt.

Daraus ergeben sich folgende Wettkampfkategorien:

• Herren Einer-Kajak (K1H)
• Damen Einer-Kajak (K1D)
• Herren Einer-Canadier (C1H)
• Damen Einer-Canadier (C1D)
• Herren Zweier-Canadier (C2H)
• Damen Zweier-Canadier (C2D)
• Mixed Zweier-Canadier (C2M) (seit 1982 nur noch auf nationaler Ebene)
Um einen fairen Wettkampf zu gewährleisten, müssen die Abfahrtsboote laut Wettkampfbestimmungen bestimmte Kriterien erfüllen.

Boots​klasse   Höchst​länge   Mindest​breite   Mindest​gewicht  
Kajak-​ Einer      4,50m      0,60m      10kg
Canadier-​ Einer      4,30m      0,70m      11kg
Canadier-​ Zweier        5,00m      0,80m      18kg


Tobi Gandl In Bayern werden regelmäßig Wildwasserrennen ausgerichtet. Zu den bekanntesten und schönsten zählen die Rennen an der Saalach bei Lofer und an der Ilz in der Nähe von Passau. Es werden aber auch Rennen in München an der Isar (Floßlände), auf der Donau in Straubing und Obernzell und auf dem Eiskanal in Augsburg ausgetragen.

Leitstungssportler des KKR


Manuela Stöberl
Erfolge


Maria Hollerieth
Erfolge


Isabel Prijon
Erfolge


Laura Herrlein
Erfolge


Eva-Marie Gottwald
Erfolge


Maria Weber
Erfolge


Francesca Peklo
Erfolge


Tobi Gandl
Erfolge